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Aus dem o.g. Anlass hat unser Verein eine Pressemitteilung verfasst, deren Text wir hier veröffentlichen:

 

50 Jahre Herztransplantation - ein Meilenstein in der Medizingeschichte

Am 03. Dezember 1967 wurde in Kapstadt/Südafrika durch den Herzchirurgen Christiaan Barnard und sein Team das weltweit erste menschliche Herz transplantiert. Der Patient Louis Washkanski erhielt das Herz einer verunglückten Frau und überlebte 18 Tage.
In engem Zusammenhang mit Barnards Leistungen  sind die Verdienste des farbigen Südafrikaners Hamilton Naki zu nennen, der  in Barnards Team war und wesentlich zur Entwicklung der Operationstechnik beigetragen hat. Aufgrund der Apartheid gab es erst viel später eine Würdigung seiner Verdienste.
Doch auch der Amerikaner Norman Shumway stand kurz davor und zog am 06. Januar 1968 mit der ersten Herztransplantation in den USA nach. Er war ein Vorreiter in Sachen Herztransplantation und entwickelte die Technik dazu. Barnard hatte sich kurze Zeit zuvor bei ihm das nötige Wissen angeeignet.

Aus Anlass des 50. Jahrestages der ersten Herztransplantation möchten wir die Leistungen dieser Pioniere der Transplantationsmedizin würdigen und an sie erinnern.

Im Leipziger Herzzentrum wurden seit Eröffnung 1994 430 Herztransplantationen durchgeführt.

Die Lebensqualität vieler Herzempfänger ist annähernd so wie bei gesunden Menschen. Viele kehren wieder ins Berufsleben zurück, treiben Sport und sind zutiefst dankbar für das neu gewonnene Leben und die Lebensjahre.

Leider ist Deutschland ein Schlusslicht in Sachen Organspende & Transplantation. Im internationalen Vergleich liegen wir mit 10,4 Spender / Mio. Einwohner weit hinten. Allein in Österreich ist diese Zahl mehr als doppelt so hoch. Dort wartet ein Empfänger im Durchschnitt 3,7 Monate (Quelle: aerztezeitung.at ).
In Deutschland wartet man meist mehrere Jahre. Bei uns ist die Wartezeit auf ein Herz (auch mit hoher Dringlichkeit) die längste - ein Drittel der Wartepatienten überlebt deshalb die Wartezeit nicht.

Erst die neuesten Veröffentlichungen beim Kongress der Deutschen Transplantationsgesellschaft in Bonn haben aufgezeigt, dass das Hauptproblem in Deutschland systembedingt ist.
"Das Problem liegt in den Kliniken, es werden uns weniger potenzielle Spender gemeldet", sagte Dr. Axel Rahmel vom Vorstand der DSO vor der Presse. (Quelle: arztezeitung.de )

Durch dieses Organisationsversagen in den Kliniken entgehen den Wartepatienten jedes Jahr viele Spenderorgane, die dringend benötigt werden. Hier gibt es nach unserer Ansicht unbedingten Handlungsbedarf, auch auf politischer Seite.

 

Unser Verein hat gemeinsam mit der Leipziger Filmemacherin Maria Haase aus dem o.g. Anlass einen kleinen Film produziert: